Montag, 2. April 2018

Bonnie Tyler - 40 years It´s a heartache Tour 2018

Am 25. März 2018 war es für mich endlich soweit: Bonnie Tyler tritt in Hannover im Theater am Aegi auf. Nun werde ich sie endlich einmal live erleben können.

Ihre Lieder begleiten mich schon fast mein ganzes Leben.

Bonnie Tyler eröffnet ihren Auftritt mit Lost in France und mit diesem Song hatte sie seinerzeit auch ihren Durchbruch.
Bonnie Tyler erzählt während des Konzerts immer mal wieder die eine oder andere Anekdote - und berichtet auch, wie es zu ihrer Stimmbildung kam.

Gerade hatte sie mit Lost in France Erfolg als sie auch schon krank wurde und nach einer Operation ihre Stimme schonen sollte: sechs Wochen lang nicht reden. Überhaupt nichts sagen sollte sie. Ausgerechnet sie. Natürlich hat sie sich bemüht und anfangs Zettel geschrieben. Doch kam ihr die Situation dermaßen komisch vor: Kaum landet sie einen Hit, spricht sie mit niemandem mehr. Und so kam es, dass sie doch schon vor Ablauf der "Schonzeit" wieder angefangen hat ihre Stimme einzusetzen.

Die Folgen dafür sind hart: Es hat ihr nicht nur ihre markante Stimme gegeben. Nein. In diesem Konzert hört man, wie sie immer mal wieder aufhören muss zu Singen und das Publikum übernehmen muss. Doch die Fans sind textsicher und lassen sich von Bonnie Tyler gern von den Stühlen reißen.

Bonnie Tyler ist für mich wirklich wie für die Bühne geschaffen. Sie holt das Publikum ab, ermuntert uns mitzusingen und aufzustehen und lässt auch das Licht ins Publikum scheinen, weil sie uns sehen will. Ihre Fans. Und sie sagt: "Ihr seht großartig aus!"

Bonnie Tyler verfügt über Humor und kann über sich selbst lachen. So sagt sie beispielsweise: 40 Jahre und nun die It´s a heartache Tour. Gott sei Dank gibt es Botox!" - Sie lacht.
Auch wenn ich von Botox persönlich bislang nichts halte: Bonnie Tyler sieht großartig aus!!

Schön fand ich auch die Geschichte zu Total eclipse of the heart - einem meiner Lieblingssongs!
Die Plattenfirma fragte Bonnie Tyler: "Mit wem möchtest Du arbeiten?" Und sie antwortete: "Ich liebe die Songs von Meat Loaf." Es wurde gelacht und sie gebeten, sich jemand anderes auszusuchen. Stattdessen fragte sie: "Habt ihr ihn gefragt? Hat er abgelehnt? Fragt ihn! Und wenn er ablehnt, fragen wir Elton John!" Und so kam sie zu dem Song Total eclipse of the heart von Meat Loaf.

Mir hat das Konzert sehr gefallen und ich möchte Bonnie Tyler unbedingt wieder live erleben. - Auch wenn leider ihre Stimme mehr und mehr nachlässt: die Bühne beherrscht sie und ihre Band spielt hervorragend. Man spürt die Liebe zur Musik. Und ich bin ganz verliebt in Bonnie Tyler und ihre Band.

Wen ich unbedingt erwähnen möchte ist Sharron Levy. Sharron Levy tritt bei Bonnie Tylers Tour im Vorprogramm auf. Sie ist überaus sympathisch, ihre Songs sind eingängig und ich will sie gerne wieder hören. Daher habe ich nach dem Konzert die Gelegenheit genutzt, mit ihr ein paar Worte zu wechseln und mir ihr Album Rough Ready zu kaufen.
Sie hat die Songs alle selbst geschrieben und eine tolle Stimme.

Sharron Levy und Cornelia Fett im Theater am Aegi zur 40 Years It´s a heartache tour



Quellen:
mehr Infos über Bonnie Tyler auf Wikipedia



Gianni Versace - Retrospective - Ausstellung in Berlin

Seit dem 30. Januar 2018 kann in Berlin im Kronprinzenpalais die Ausstellung Gianni Versace - Retrospective besucht werden. Am Osterwochenende hatte ich nun die Gelegenheit, mich dort umzusehen.



Gezeigt werden unter anderem Unikate eigens angefertigt für Lady Di, Madonna oder auch Sting. Wer die Unikate nicht gleich zuordnen kann: ein dezenter Schriftzug am Boden weist darauf hin, für wen es eigens kreiert worden war.



Die Ausstellung ist möglich, da viele Sammler Gianni Versaces Werke zur Verfügung gestellt haben.

Gianni Versaces Werke haben diese Einzigartigkeit, dieses besondere Etwas. Die eingearbeiteten Details an Taschen, Schuhen, Blazern sind Hingucker, denen ich mich nicht verschließen mag.
Ganz besonders ist sein Wirken in der Herrenmode gewesen.




Auch werden an zwei Orten der Ausstellung Videosequenzen von Modenschauen und Interviews gezeigt, die informativ, interessant und zum Teil zuvor nicht veröffentlicht waren.

Gianni Versace wurde 1947 in Reggio di Calabria geboren und hat ab 1978 nicht nur die nationale, sondern auch die internationale Mode-Szene geprägt. Dabei war er stets in Kontakt mit Fotografen, Künstlern und Musikern. Von 1984 bis zu seinem Tod im Jahr 1997 wurde Gianni Versace von Bruno Gianesi, der als Erster Assistent und Leiter des Design Büros für Theater-Projekte zuständig war, unterstützt.
Insgesamt 28 Originalentwürfe von Bruno Gianesi werden erstmals ausgestellt und runden die Ausstellung über das Wirken Gianni Versaces ab.

Die Ausstellung kann noch bis zum 13. April 2018 besucht werden. Sie ist täglich von 10-20 Uhr geöffnet.



Quellen:
retrospective-gianniversace

Sonntag, 19. November 2017

Ai Weiwei - Human Flow

Ai Weiwei - ein Mann, der auf Missstände aufmerksam macht. Ein Mann, der für sich und sein Recht einsteht. Ein Mann, der es sich nicht bequem macht, sondern der aufsteht und Laut gibt.

Nach dem Film hatte ich auch noch die Gelegenheit, ein paar persönliche Worte mit Ai Weiwei zu wechseln.
Astor Kino Hannover, 17. November 2017
Foto: Cornelia Fett

Ai Weiwei hat auf der Biennale in Venedig Anfang September sein Werk Human Flow vorgestellt. Für diesen Film ist er in 23 Länder gereist und hat die verschiedenen Flüchtlingsbewegungen aufgesucht. Er begann Gespräche mit den einzelnen Menschen und erfuhr deren persönliches Schicksal.

Ai Weiwei ist am 28. August 1957 in Peking geboren und weiß, was es heißt, nicht in seiner Heimat leben zu können. Er ist der Sohn des Dichters und Malers Ai Qing mit dem er sich 20 Jahre lang auf der Flucht befand. Ai Weiwei ist Menschenrechtler und gestattet sich in der Kunst jegliche Form des Ausdrucks. Nach regierungskritischen Äußerungen wurde er 2011 inhaftiert und erhielt im Anschluss seinen Pass nicht mehr ausgehändigt. Damit einher ging ein Reiseverbot, dass er bis 2015 erdulden musste.

Wenn man die Bilder in der Dokumentation Human Flow sieht, wie kann man dann noch eine Diskussion über die Obergrenze führen?

Auch wenn der Film von Ai Weiwei Auszeichnungen erhielt: auf der Biennale zeigten sich zunächst die Journalisten enttäuscht und für das Publikum stand der Film an unterster Stelle.
Human flow ist kein politisches Statement - dieser Film lässt Bilder und Menschen sprechen.

Und so sehen wir am Freitag, dem 17. November 2017 in Gegenwart von Ai Weiwei seinen Dokumentarfilm.



Erst einen Tag zuvor, am Donnerstag, dem 16. November 2017, erhielt Ai Weiwei für seinen Mut den Bambi verliehen. Eine Welle der Sympathie schlug ihm dabei entgegen.
Nach der Preisverleihung ist in Hannover im Astor Kino der erste Halt in einer deutschen Stadt. Ai Weiwei bedankt sich nach der Filmvorführung bei uns, dass wir erschienen sind. Er sagt, er habe den Preis in der Kategorie Mut bekommen, doch

"wir alle brauchen Mut in unserem alltäglichen Leben. Und erst der Mut macht das Leben schön! Schließlich ist es so, dass unser Leben nicht immer in einem perfekten Modus abläuft, unschöne Begebenheiten machen den Mut für uns alle notwendig."

Im Anschluss daran, steht Ai Weiwei dem Publikum Rede und Antwort. Ai Weiwei hat eine Dolmetscherin an seiner Seite und antwortet entweder auf chinesisch, später auch in englischer Sprache.

Auf die Frage

"Wie sind Sie auf die Idee gekommen das global zu filmen?"

antwortet er, dass es persönliche Beweggründe für diesen Film gibt. Schließlich ist er selbst Emigrant. Er kommt aus China und lebt nicht in seiner Heimat. Ai Weiwei war während der Verfolgung seines Vaters dabei - 20 Jahre lang auf der Flucht. Und die Flüchtlinge kommen nicht alle nur aus Syrien - da es ein globales Problem ist, hat er sich dem Thema auch global gewidmet. Erst kürzlich sind 500.000 Menschen geflüchtet - aus Bangladesch - Myanmar.

"Armut, Krieg und Umweltbedingungen sind dabei die Hauptgründe zur Flucht.
Nur, wenn wir erkennen, dass jeder von uns ein Flüchtling war oder ist oder die Familie fliehen musste, dann können wir weitergehen, die Verbindung von Gesellschaft und Politik erkennen, unsere hohen Ideale schützen!"

Bezüglich der Frage, ob es vorgesehen ist, diesen Film Human Flow zur Pflichtlektüre an Schulen zu machen, antwortet er, dass die Produzenten des Films in Kontakt mit Behörden, Politikern und NGO´s stehen. Es ist vorgesehen, diesen Film in Deutschlands und Amerikas Hoch- und Privatschulen zu zeigen.

"Es ist schon befremdlich, hier sitzen zu können, den Film zu sehen und Popcorn zu essen während andere Menschen dieses unendliche Leid erdulden. Wie war es denn für Ai Weiwei auf seiner Reise rund um die Dokumentation? Während andere höchstens ein Zelt besitzen - besitzt er ein Atelier in Berlin."

Auch diese Frage aus dem Publikum beantwortet Ai Weiwei umfassend:

"Wir sind alle ungleich - In der Gesellschaft gibt es unterschiedliche Stellungen, Positionen. Man kann nicht erwarten, nicht erreichen, dass alle in der selben Position existieren können. Es geht darum, diese Flüchtlinge zu uns sprechen zu lassen und die Gefühle sprechen zu lassen und die Situation zu zeigen."

Ein weiterer Gast möchte wissen, wo der Abstand zwischen Kunst und Leben bei Ai Weiwei angesiedelt ist. Er war erstmals während einer Ausstellung in London auf Ai  Weiwei aufmerksam geworden.

Auch hier nahm sich Ai Weiwei Zeit. Er sagt, dass er als Künstler eine Antwort für sich selbst finden muss.

"Es geht um den Abstand zwischen Wahrheit und Kunst. Ich als Künstler muss eine Form dafür finden. Eine individuelle Antwort, die ich auch nur für mich geben kann. Ich suche also danach, eine kongeniale Form für die von mir empfundene Diskrepanz zwischen einer existierenden Realität und meinen Gefühlen zu finden. Und die gebe ich." 
"Flucht", so sagt Ai Weiwei, "ist immer etwas Allgegenwärtiges. Sie war immer da und sie wird immer da sein!"

Eine weitere, sehr wichtige Frage aus dem Publikum lautete:

"Wir können die Flucht nicht stoppen! Was können wir machen, damit diese Welt ein besserer Ort wird?"

Ein Patentrezept hat Ai Weiwei dafür nicht. Aber er weiß, dass wir als Menschheit immer in schwierigen Zeiten unterwegs waren.

"Zur Zeit durchleben wir in Europa, China und Amerika die wohl friedlichsten und besten Zeiten. 
Flucht und Vertreibung wird es weiterhin geben. Die Mission im allgemeinen, dass dies aufhört, bleibt eine Illusion."

Ai Weiwei gibt zu bedenken:
"Es ist wichtig, zu erkennen, dass Flucht und Vertreibung die Kraft hat einen inneren Reichtum herzustellen. Tatsächlich ist die schwierige Situation, in der wir uns als Menschen befinden, auch durch Menschen gemacht. Also sollte der Mensch das auch wieder beseitigen. Wie es zur Flucht und Vertreibung gekommen ist? - Das müsse man ergründen. Und diese Wurzel sollten wir ausreißen. 
Ein durch Menschen gemachtes Problem - durch Menschen beseitigen."

Eine Chinesin meldet sich zu Wort. Sie ist stolz, dass China einen Mann hat, der solch einen Film gemacht hat.

"Danke für den Film!
Als Chinese im Westen hat man ebenfalls Probleme, Schwierigkeiten, manchmal geht uns der Mut aus.", klagt sie. "Um wieviel mehr aber geht diesen Menschen der Mut manchmal aus, die nicht unterkommen und sich noch auf der Flucht befinden?"

Ai Weiwei: 
"Ich bin kein mutiger Mensch! Ich bin voller Widersprüche. Ich habe viel erlebt,  ich spüre der Sache nach, das ist mir wichtig. Da finde ich immer wieder neue Antworten. Was ist der Preis, der Wert eines Menschen? Es reicht nicht, warm angezogen zu sein und was zu Essen zu haben.
Entscheidend ist, wie jeder einzelne im Dialog in Kontakt in Beziehungen mit anderen Menschen interagiert.
Das ist vielleicht eine sehr asiatische, östliche Sichtweise des Menschenlebens.
Ich habe eine naive simple Sichtweise: Das Wichtigste ist: Fairness, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung.
Das sind die Werte, die mir am meisten am Herzen liegen."

Die Chinesin erzählt weiter:
"Ich studiere hier in Hannover. Es sind Flüchtlinge unter den Kommilitonen. Auch nach der Flucht sind die folgenden Jahre gefüllt mit weiteren Schwierigkeiten. Man muss immer wieder Mut aufbringen, sich weiter zu integrieren. Im neuen Land anzukommen, Fuß zu fassen, zu überleben." Sie fragt daher: "Ist es beabsichtigt, einen weiteren Film über den Fortgang nach der Flucht zu drehen?"

Ai Weiwei verneint dies:

"Über die Periode und danach sind weitere Filme nicht geplant. - Sonst würde ich ja mein Leben lang nicht fertig werden."

Ai Weiwei:
"Die Hauptbarriere ist sicherlich der mangelnde Respekt und das Selbstwertgefühl der Flüchtlinge. Das wird sich auch noch bei den Nachkommen auswirken. Die Art und Weise, wie sie angeguckt werden und wie sie sich selbst wahrnehmen. Dies verändert die Lebenswirklichkeit nicht nur für den betreffenden Flüchtling an sich sondern auch für die Kinder und Kindeskinder.
Wir alle müssen diese Erde miteinander teilen!"


Jemand aus dem Publikum bemerkt, dass es schön sei, dass Ai Weiwei für diese Dokumentation einen Bambi erhalten hat. Von einem Politiker! -

"Doch wäre es nicht  viel schöner, wenn eben dieser Politiker sich dafür einsetzt, dass die Politik sich ändert und wir einen solchen Film nicht benötigen?" 

Ai Weiwei:
"Einige der Aufnahmen sind von sehr weit oben aus einem Flugzeug gemacht. Die Menschen erscheinen wie Ameisen! -
Wenn man sich noch weiter entfernt, erscheint die Welt als ein kleiner blauer Tropfen - die Erde aus der Entfernung.
Unglaublich, dass man das nicht teilt!! - Ich bin Du und Du bist ich. Das sollten wir verinnerlichen! Und das Gefühl teilen!
Kafka hat einmal gesagt - Menschen, die Glauben - haben Glauben, Menschen, die Zweifel haben, zweifeln.
Ein jeder hat sein Glaubenssystem!
Es ist so, dass manche Menschen teilen, manche eben nicht. Daran können wir nichts ändern. Dieser Film ist ein Beitrag, ein Werkzeug. Ein Versuch, Menschen zu überzeugen, Menschen darauf aufmerksam zu machen."

Und das ist Ai Weiwei mit dem Film gelungen: Diese Dokumentation macht Menschen aufmerksam. Und Ai Weiwei stellt diese Dokumentation der breiten Masse zur Verfügung. Jeder kann diesen Film sehen.

Zu meiner linken Seite sitzt ein Mann. In Begleitung ein junger Mann namens Mustafa. Mustafa ist Filmeditor aus Afghanistan. Sein derzeitiges Zuhause befindet sich in einer kleinen niedersächsischen Stadt: in Zeven. Weitere 30 Afghanen sind dort ebenfalls untergebracht. Mustafa hat einen Film von 22 Minuten Länge gedreht. Diesen hat er Schulen angeboten, die bislang leider alle abgelehnt haben.
Und so fragt der Mann, der ehrenamtlich in Zeven die Betreuung dieser aus Afghanistan stammenden Flüchtlinge übernimmt:

"Was muss ich tun, um Sie, Ai Weiwei, nach Zeven einzuladen und Ihren Film zu zeigen?"

Ai Weiwei lächelt.
"Ich mag kleine Städte sehr gern! Ich werde kommen, wenn es meine Zeit erlaubt. Der Grund, den Film zu machen, liegt nicht darin etwas Gutes, Richtiges zu tun. Sondern das Menschsein an und für sich, so etwas zu tun. Ich hoffe, dass Mustafa einen Film macht, den andere Menschen gerne sehen werden."

Der Film Human flow hinterlässt auch bei mir viele Eindrücke:

Der Film zeigt Menschen, die ihres Zuhauses beraubt wurden. Die sich mit ihren Familien auf den Weg machen ein neues Zuhause zu finden. Die all ihr Hab und Gut, ihre Wohnung, ihr Haus, aufgeben und sich mit ihrer Familie und ihrem Ersparten auf den Weg machen, eine Zukunft zu finden. Eine Zukunft, in der sie nicht Hunger leiden müssen, eine Zukunft, in der sie nicht ums nackte Überleben kämpfen müssen, da in ihrer Stadt Bomben vom Himmel fallen, wie Regentropfen. Einem Zuhause mit Bildung und einer Zukunft für ihre Kinder. Ein Leben, dass sie in ihrer Heimat nicht mehr führen können.

Der Film zeigt, dass diese Menschen genau dieselben Wünsche und Hoffnungen haben wie wir. Sie wollen eine gesicherte Zukunft für sich und ihre Kinder, sie wünschen sich ein sauberes Zuhause, sie wollen Arbeiten und Lernen. Sie wollen die Welt bereisen - und sei es nur um zu sehen, ob es anderswo anders oder ganz genauso ist.

Lasst uns diesen Menschen mit Respekt begegnen. Ein erster Schritt ist dann bereits getan.

Wenn wir es schaffen, einen Tiger - trotz aller widrigen Umstände und jeder Menge Papierkram und Sondergenehmigungen - zu verschiffen und ihm ein würdiges Zuhause zu geben, warum tun wir uns so schwer, Menschen ein würdiges Zuhause zu geben?

Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass es Menschen gibt, die Menschenrechte achten und auch noch heute dafür kämpfen. Denn leider ist es auch heute noch nicht überall auf der Welt so friedlich, wie es sein könnte.




Quellen:
Ai Weiwei - Wikipedia







Samstag, 5. August 2017

häppies - das Bistro in Prenzlauer Berg, Berlin

Ich bin gerne in Berlin und halte auch dort stets die Augen und Ohren offen.

Letztens hatte ich etwas Zeit und schnappte mir ein neues Magazin: emotion. Das Titelthema war mein Eyecatcher und die Themen lasen sich interessant. So auch die Artikel der Rubrik "Willst Du frei sein? Oder abgesichert?" Einer der Berichte handelt von Ulrike Marschner und ihrem Bistro häppies. Das Foto der glücklich aussehenden, fröhlichen jungen Frau und der Artikel stimmten mich neugierig und da ich fast vor Ort war, machte ich mich auf den Weg, die junge Dame und ihr Bistro kennenzulernen.

Draußen vor dem Bistro häppies mit dem Magazin emotion
Foto: Cornelia Fett

Schließlich war ich gerade in Berlin und das Bistro häppies befindet sich in Prenzlauer Berg.

Das Bistro häppies in Prenzlauer Berg
Foto: Cornelia Fett
Es ist ein wirklich kleines, gemütliches Bistro, das mich beim Anblick gleich fröhlich stimmt. Ulrike Marschner erkenne ich sofort und ihre herzerfrischende Art lädt zum Verweilen ein. Nun stehe ich vor der großen Tafel und überlege, welchen der hier angebotenen Germknödel ich probieren möchte. Eines ist mir klar: ein herzhafter Germknödel soll es sein. So scheidet netti, ein mit Pflaumenmus gefüllter Germknödel, für mich heute aus. Bleiben fünf herzhafte Germknödel, drei davon in der engeren Auswahl. Hmpf!

Die liebevoll gestaltete Inneneinrichtung stimmt zusätzlich fröhlich
Foto: Cornelia Fett
Nach einem kurzen Brainstorming mit Ulrike Marschner entschied ich mich für bärbel, einem Germknödel mit Ziegenkäse-Honig-Walnuss-Füllung, Rucola-Cashewnuss-Pesto und Cranberries.
Eine sehr gute Wahl! Nach dem ersten Bissen musste ich kurz innehalten und genießen! Ich verbot mir Eile beim Essen und war nach diesem Germknödel tatsächlich noch glücklicher als zuvor.

Ein Germknödel namens bärbel macht mich happy
Foto: Cornelia Fett
bärbel
Foto: Cornelia Fett
Im Mai 2013 eröffnete Ulrike Marschner ihr häppies in Berlin und hat es bis heute nicht bereut! Sie liebt es einfach, Menschen glücklich zu machen, sagt sie.
Reich geworden ist sie mit ihrem Bistro bislang nicht. Dennoch hat sie sich in diesem Jahr eine Auszeit in Sri Lanka gegönnt und für diese Zeit ihr Bistro geschlossen. - Sehr zum Leidwesen ihrer Kundschaft! Auch ich wäre traurig! Wenn ich dort in der Nähe wohnen würde, wäre ich sicherlich oft im häppies.

Ich frage Ulrike Marschner, wie es mit ihrem Privatleben aussieht. Ob Sie Zeit hat für Freunde, Kinobesuche oder ähnliches. Ulrike Marschner lacht! Sie sagt, sie macht jeden Tag - bis auf Montags, da ist Ruhetag - so viele Menschen glücklich, da geht sie bei Gelegenheit gern auch mal allein ins Kino. Montagvormittag nimmt sie sich Zeit für die Buchführung und an allen anderen Tagen findet man Ulrike Marschner im häppies.

Cornelia Fett und Ulrike Marschner
Foto: Cornelia Fett
Viel Glück und weiterhin viel Erfolg wünsche ich Ulrike Marschner und lasse mir gerne eine Stempelkarte mitgeben. Wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, plane ich auf jeden Fall einen Besuch im häppies ein!


Sonntag, 19. März 2017

Die Schlagernacht des Jahres

Die große Schlager-Starparade oder nun Die Schlagernacht des Jahres genannt, hatte ihren großen Auftritt am Samstag, dem 18. März 2017 in Hannover in der TUI Arena.

So langsam füllt sich die Halle
Ⓒ Cornelia Fett
Das Publikum sowie die Auswahl der Künstler waren bunt gemischt: so war für jeden etwas dabei.

Kerstin Werner führte durch den Abend in einem ziemlich gewagten Outfit.

Den Auftakt hatte Vicky Leandros. Eine sehr gute Wahl, wie ich finde. Sie nahm das Publikum gleich für sich ein und begeisterte mit Songs wie Ich bin wie ich bin, Ich liebe das Leben oder auch Theo, wir fahren nach Lodz.

Anschließend hatte Julian David - der mit einem strahlend weißen Lächeln aufwarten konnte - seinen großen Auftritt. Mit Rock me holte er das Publikum ab und mit An Tagen wie diesen konnte er beim Publikum ebenfalls punkten. Sein Medley aus bekannten Songs war allerdings keine Überraschung.

Als nächstes war die Gruppe Fantasy am Start. Erst gab es Probleme mit dem Playback, aber dann lief auch das und Fantasy konnten wie geplant auftreten.

Überzeugt hat mich der Auftritt von Vanessa Mai. Von ihr würde ich sofort ein Konzert besuchen. Leider war sie erkrankt. Sie hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, hier in Hannover aufzutreten. Mit Wolke 7 ist noch frei hat sie uns abgeholt und sich dafür entschuldigt, nicht live singen zu können. Das hat sie aber allemal wieder wett gemacht durch ihren Auftritt, ihr sympathisches Lächeln und den Versuch, zwischendurch doch live für uns da zu sein und mit uns gemeinsam den Song Ohne Dich zu singen.
Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an Vanessa Mai.

Semino Rossi hat mit Quando, Quando, einem seit Jahren bekannten Titel, seinen Auftritt eröffnet und mit Dich gibt´s nur einmal für mich fortgeführt. Beide Titel waren offensichtlich bei Jung und Alt wohlbekannt.

Anschließend kamen Andrea Berg Fans auf ihre Kosten. Sie gab regelrecht ein kleines Mini-Konzert und hat mit Songs wie Kilimandscharo und Du hast mich tausendmal belogen das Publikum bezaubert. Auch bei Andrea Berg war ich gleich - entschuldigt den Ausdruck - Feuer und Flamme.
Dankeschön Andrea Berg, ich hoffe, wir sehen uns ganz bald mal wieder in Hannover.

Linda Hesse hat uns mädchenhaft aufgefordert mitzumachen. Sie rief nach uns "Mädels" und sah dabei so zerbrechlich aus. Beides hat sie gar nicht nötig, denn Stimme hat sie. Und wenn man dann mal die Gelegenheit hat, ihren Songs zu lauschen, sind sie ganz toll. Ausstrahlung jedenfalls besitzt Linda Hesse und ich würde mich freuen, sie bei anderer Gelegenheit noch einmal zu hören.

Auch Achim Petry war mit seinem Auftritt sehr präsent. Häufig hat er ins Mikro mehr gerufen als gesungen, das lag sicher an der Freude daran, dass seine Fans die vielen Songs seines Vaters mitsingen konnten. Oder, wie er so schön sagte: es ist uns (mir und meinem Vater) schon unangenehm, Geld dafür zu bekommen, wo wir doch gar nichts mehr tun brauchen, weil unsere Fans den Song so toll singen können. Ja, textsicher waren wir!

Nik P. ist auf jeden Fall mit Ein Stern, der Deinen Namen trägt auch über die Schlager-Szene hinaus bekannt geworden. Tatsächlich aber, hat er schon so einige tanzbare Songs herausgebracht. Einige davon konnten wir den Abend erleben.

Gefreut haben sich sicher viele auf Howie. Howard Carpendale war ebenfalls mit von der Partie und spätestens bei Ti Amo hatte er das gesamte Publikum auf seiner Seite. Aber auch mit Tür an Tür mit Alice und Samstag Nacht war die Stimmung grandios.

Weiter ging es mit Beatrice Egli, die sicherlich das jüngere Publikum ansprach. Mit Songs wie Federleicht und Mein Herz begeisterte sie die Menge und nahm die Bühne für sich ein.

Zu guter Letzt hatte Mickie Krause leichtes Spiel: wer bis jetzt durchgehalten hat, der hat auch noch ausgelassen zu seinen Songs sozusagen abgefeiert. Mit Titeln wie Ich bin Solo und Schatzi, schenk mir ein Foto war er auf der richtigen Spur. Die Anwesenden kannten die Texte.
Auch bei Geh mal Bier holen waren die meisten noch textsicher!

Alles in allem: ein toller Abend! Bunt gemixt, für jede Altersklasse etwas dabei und absolut tanzbar.


Dienstag, 18. Oktober 2016

Herbst - Zeit zum Genießen: Kürbissuppe

Der Herbst ist da!
Die Tage werden wieder kürzer, die Sonnenstrahlen wärmen uns nicht mehr so, wie wir es im Frühjahr und Sommer gewohnt sind und wir rücken wieder enger zusammen in der warmen Stube.
Zeit, sich und seine Lieben zu verwöhnen.

Ⓒ Cornelia Fett


Eine schöne Idee ist, sich erst die wohlschmeckenden Kürbisse als Deko in die Wohnung zu stellen und dann eine leckere Kürbissuppe daraus zuzubereiten.

Das geht ganz einfach, macht Spaß und der Gaumen freut sich!

Sonntag, 2. Oktober 2016

Move with Matthias Nike + Run Club

Am 19. September 2016 - so kurz vor knapp - habe ich noch das passende Event für mich gefunden: Move with Matthias. Eine Laufveranstaltung mit Matthias Schweighöfer als Laufpartner, veranstaltet vom NRC Nike + Run Club am 26. September 2016 in Berlin, Tempelhofer Feld.
Teilnehmen kann jeder, steht da - egal, ob Laufanfänger oder Profi. 5-6 km ist die Laufdistanz - zu schaffen!

Haupteingang Tempelhofer Feld

Das ist die Gelegenheit wieder mit dem Laufen anzufangen!
Nun noch schnell das Formular ausfüllen und hoffen, dass die Warteliste, auf die ich mich damit setze, nicht zu lang ist und ich noch eine Chance habe, zu den Teilnehmern zu gehören.

Große Gedanken, ob ich mit Matthias Schweighöfer mithalten kann, habe ich mir nicht gemacht. Als ich ihn das letzte Mal im Film Der geilste Tag sah, war er so gut wie erledigt.

Matthias Schweighöfer - vor dem Lauf


Am Freitag, dem 23. September 2016 war Anmeldeschluss für die Warteliste und im Laufe des Abends sollte die Bestätigungsmail eingehen - sofern man Glück hatte einen Platz zu ergattern - und ich hatte Glück!

So kam es, dass ich mich am Montag, dem 26. September 2016, Laufsachen im Gepäck, auf den Weg nach Berlin machte.

Ankunft in Berlin

Der Veranstaltungsort war leicht zu finden und die Zelte für die Registrierung mit dahinter befindlichen Gelegenheiten zum Umziehen und zur Abgabe von Taschen und Jacken gut erreichbar.

Die Zelte für die Registrierung und Ausgabe der Eventshirts


Mit der Registrierung bekam ich mein Eventshirt und fieberte dem Lauf entgegen.



Mit von der Partie war ebenfalls Thomas Röhler, der in diesem Jahr Olympiasieger im Speerwurf wurde.

Thomas Röhler, Olympiasieger 2016 im Speerwurf

Nach einem Aufwärmtraining ging es los. Wir wurden in Laufgruppen eingeteilt: 5er Pace, 6er Pace und 7er Pace. Ich wartete noch auf den Aufruf für die 9er Walking-Pace - aber nix. Wir sollten schließlich laufen.

Matthias Schweighöfer - nach dem Lauf

Ich würde es jederzeit wieder tun! Der Lauf war angenehm und auch Matthias Schweighöfer sprach sich dafür aus, einmal im Monat an solch einem Laufevent teilnehmen zu wollen.
Ich bin gespannt!